Das ist eine Mitarbeiterkarte

Eine Mitarbeiterkarte ist ein Wertgutschein, den ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber zusätzlich zum bereits bezahlten Entgelt erhält. In der Regel ist eine Mitarbeiterkarte ein sogenannter "Sachbezug", das heißt, der auf der Karte geladene Geldwert kann nur gegen eine "Sache", jedoch nicht gegen Bargeld eingelöst werden. Moderne Sachbezugs-Karten wie z.B. unsere Card44+ konnten bis 31.12.2019 beispielsweise bei allen Maestro-Akzeptanzstellen eingelöst werden und waren somit deutlich flexibler, als z.B. Tankgutscheine. Aufgrund der Änderungen zum 1.2.2020 gemäß §2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG und der derzeit noch bestehenden Rechtsunsicherheit durch das fehlende BMF-Schreiben bieten wir die Card44+ jedoch nicht mehr an.

So funktioniert unsere Mitarbeiterkarte

Der Arbeitgeber zahlt monatlich einen Betrag bis maximal 44,– Euro auf die Karte des Mitarbeiters. Dieser Betrag ist steuerfrei und frei von Beiträgen zur Sozialversicherung, § 8 Abs. 2 EStG. Deshalb handelt es sich hier um einen "steuerfreien Sachbezug". Es können auch einmalig Beträge zu besonderen Anlässen mit jeweiligen jährlichen Höchstgrenzen auf die Mitarbeiterkarte eingezahlt werden. – Der Mitarbeiter kann das Guthaben auf seiner Karte gegen Leistungen einlösen. Im Falle unserer XXL-ErlebnisCard stehen ca. 15.000 – auch per App – buchbare Leistungen (in Hotels. bei Event-Veranstaltern und Wellness-Anbietern etc.) zur Verfügung. Auf dieser Mitarbeiterkarte können die Beträge bis zu 3 Jahre angespart werden, was dem Mitarbeiter nach einer gewissen Zeit auch das Einlösen von höherpreisigen Leistungen ermöglicht. (Gemäß § 8 Abs. 2 11 EStG gilt für den Arbeitnehmer das Zuflussprinzip: Er kann im Falle der monatlichen Gewährung von Sachbezügen in Form von Aufladen der Mitarbeiterkarte das Guthaben ansparen.)

Zusätzliche Leistungen für Erholungsbeihilfen

Gem. § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 EstG kann Mitarbeitern jährlich eine Erholungsbeihilfe bis maximal 156,– Euro gewährt werden. Hinzu kommen 104,– € für den Ehepartner sowie 54,– Euro für jedes Kind. Die Erholungsbeihilfe kann als Bar- oder Sachbezug gewährt werden. Als Arbeitgeber ist man jedoch verpflichtet, sich beim Arbeitnehmer zu vergewissern, dass die Erholungsbeihilfe auch zum Zweck der Erholung verwendet worden ist. Dieser Nachweis kann bei der Zahlung der Erholungsbeihilfe auf die Erlebniskarte problemlos erbracht werden.

Mitarbeiterkarten – Was Sie JETZT unbedingt tun sollten

Wie die zum 1.1.2020 rechtsgültigen Anforderungen des Gesetzgebers umgesetzt werden dürfen, ist derzeit nicht eindeutig geklärt. Deshalb liegen einige früher problemlos einsetzbare Lösungen heute in einer rechtlichen Grauzone. Lassen Sie klären, ob die in Ihrem Unternehmen eingesetzte Lösung für den 44-Euro-Sachbezug den derzeit gültigen Vorschriften entspricht. Prüfen Sie, ob Ihre derzeitige Sachbezugs-Lösung auch wirklich in den Ausnahmebereich des ZAG fällt. So gilt Satz 2 beispielweise nicht bei Gutscheinen oder Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes erfüllen. Einige Prepaidkarten erfüllen die Voraussetzungen zwar gemäß dem Wortlaut des ZAG, im BMF Entwurf werden hier der 44-Euro-Sachbezug und der §37b aber explizit ausgeschlossen. Qelle: https://www.gesetze-im-internet.de/zag_2018/__2.html

Mit der XXL-ErlebnisCard sind Sie auf der sicheren Seite! Auf Wunsch erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung, dass diese Mitarbeiterkarte den Vorgaben des Gesetzgebers entspricht und unser Lieferant übernimmt die volle Haftung dafür, sollten Ihnen bei einer Betriebsprüfung Probleme mit dieser Lösung entstehen!

Fragen Sie Experten!

Wir von Benefits & more sind Experten für die praktische Umsetzung von Corporate Benefits, zu denen auch die steuerfreien Sachbezüge gehören. Wenn Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns gerne an!
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